O'zapft, äh o'zoga is!

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Das Kabinett tagt, Kerner fragt und Maischberger diskutiert wieder- alle sind sie zurück. Und so ist es an der Zeit, die Sommerpause auch hier im Blogal Village zu beenden. Wenn ich aus dem Fenster blicke, dann war dies sowieso längst überfällig, denn bei dem Wetter kann wirklich nicht mehr von 'Sommer' gesprochen werden.
Erst vor zwei Tagen berichtete ich im untenstehenden Beitrag vom SZ-Artikel über DJ Hell. Und wie es der Zufall so will, läuft heute Nacht in 3Sat gleich auch noch eine Dokumentation mit "Herrn Hell". 196 bpm lautet der Titel des einstündige Films, in dem der rennomierte Filmemacher Romuald Karmakar in drei Episoden - unkommentiert und mit Mini-DV in einer Einstellung gedreht - drei Nebenschauplätze der Loveparade 2002 dokumentiert. Einer dieser Nebenschauplätze bildet der WMF-Club, in dem DJ Hell am frühen Montagmorgen nach einem langen Partywochenende nochmals die Platten rotieren lässt.
Zwar steckt hinter dem Film kein wirkliches Konzept, wie Karmakar selbst zugibt, dennoch fand ich diese Doku sehr gelungen, als ich sie vor zwei oder drei Jahren im WDR schon einmal sehen konnte. Also, Kaffee kochen, aufbleiben und sich die etwas andere Dokumentation über die Loveparade in Berlin ansehen.
Heute war ich einmal mehr froh, Abonnent der Süddeutschen Zeitung zu sein. Der Grund hierfür fand sich aber weder im Politik-, noch im Wirtschafts- und auch nicht Sportteil. Nein, auf der Panoramaseite war er zu finden. "Wenn ich da bin, geht's los", so lautet die Überschrift des Artikels über DJ Hell, seines Zeichens internationaler Top-DJ aus dem Chiemgau und Pionier der elektronischen Musik. Ein wirklich lesenswerter Beitrag über die Person Helmut Geier, den Deejay "Hell" und dessen Blick auf die Szene, lange Clubnächte und aktuelle Entwicklungen elektronischer Klänge. Ebenso lesenswert wie der Artikel über House-DJ George Morel vor einigen Wochen. Überhaupt findet das Thema elektronischen Musik immer wieder Eingang in das Feuillton oder - wie heute der Fall - in die Panoramaseite der SZ. Das Schöne dabei: Mit den Artikeln werden keine billigen Klischees über eine Musikkultur (Drogenkonsum, Schlaghosen usw.) bedient, sondern die Akteure und der eigentlich Kern dieser Kultur sind Gegenstand der Berichterstattung.

Warum gibt es eigentlich so viele ICQ-Statussymbole? Ich brauche seit Tagen nur das Talarhütchen, hinter dem steht: "Für die Uni arbeiten".
Was durch die Hausarbeit für mein Politikseminar "Einführung in die Internationalen Beziehungen - Erweiterung und Außenbeziehungen der EU" alles ans Tageslicht kommt. Da hätte mal jemand Korrektur lesen sollen:

Quelle: Gumpel, Werner (2003): Die Türkei zwischen den Konfliktstaaten. Politischer Balanceakt in einer komplizierten Region, in: Zippel, Wulfdiether (Hrsg.): Spezifika einer Südost-Erweiterung der EU, Baden-Baden 2003, S.117.