Medien

Montag, 5. Januar 2009

Surprise, surprise!

Ja ja, ich weiß: es geschehen noch Zeichen und Wunder! Ein wenig bin ich ja selbst von mir überrascht, lasse ich mich doch just in diesem Moment seit langer, langer Zeit einmal wieder zu einem Blogposting hinreißen. Der Anlass könnte aber besser nicht sein.
Da werfe ich heute meinen allmontäglichen Blick auf die Fachzeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" (Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament") und was muss ich da sehen? Okay: Zunächst, dass nicht allzu interessant klingende Thema der Ausgabe "Idole - Kult". Doch als mein Blick über die einzelnen Aufsatztitel nach unten schweift, traue ich meinen Augen kaum. Die Ausgabe enthält tatsächlich eine Abhandlung mit dem Titel "Arbeitsalltag einer Kultfigur: Der Techno-DJ". Ich wusste ja nicht, dass sich die Soziologie auch solcher Themen annimmt, aber Ronald Hitzler und Micheala Pfadenhauer - die Autoren des Beitrags - haben mich eines Besseren belehrt. Prädikat: sehr lesenswert!

P.S.: Ich wünsche allen (Lesern, sofern es diese hier überhaupt noch gibt) ein frohes neues Jahr 2009!

Donnerstag, 6. September 2007

Die neue "Expertise" im deutschen Privatfernsehen

Zunächst hatte ich sie gar nicht so richtig wahrgenommen. Ganz heimlich, still und leise hielt sie den Sommer über Einzug in Deutschlands Fernsehlandschaft. Wahrscheinlich hat es niemand so richtig mitbekommen, waren viele doch im Urlaub oder lagen bei gutem Wetter erst den Nachmittag über im Freibad bevor man sich anschließend zur Grillparty im heimischen Garten traf. Die Rede ist von der neuartigen Expertise im deutschen Privatfernsehen. Diese verhilft vermeintlichen Freaks oder betrogenen Ehefrauen zu einem neuen, angeblich glücklichen Leben.
Claudia, Gulia, Maja, Monica, Jana; so klingen die Namen, die der neuen Expertise Ausdruck verleihen. Wer nun denkt, "da sagt mir kein einziger Name irgendwas", der sieht sich einer erheblichen Wissenslücke gegenüber. Immerhin bedarf es schon außerordentlicher Fähigkeiten und Kenntnisse, um Lifecoach, Psychologe und Modeberater so gekonnt in einer Person zu vereinen wie Claudia, Gulia, Maja, Monica und Jana das gelingt. Welchem problemgebeutelten Menschen sich diese 'Allround-Experten' auch immer annehmen mögen, er darf sich glücklich schätzen, in deren kompetenten und fürsorglichen Hände zu gelangen. Und glücklich schätzen können auch wir - die Zuschauer - uns, erlaubt es uns das TV-Format der Doku-Soap doch, der neuen Expertise beim Arbeiten über die Schulter blicken zu dürfen.
Da sage noch einer, Fernsehen sei das 'Nullmedium', das für universelle Verblödung sorge.

Dienstag, 24. Juli 2007

Auf ein Neues im kommenden Semester?

Das Sommersemester 2007 ist – zumindest was die Veranstaltungen angeht – vorüber. Müsste ich nun in Retrospektive nennen, was für mich die interessantesten Seminarsitzungen des Sommers waren, so wäre mit Sicherheit jene im Rahmen des Seminars 'Wege aus der Zeitungskrise' mit den Volontären des Trierischen Volksfreunds darunter. Über die Gründe für diese Wahl habe ich an anderer Stelle schon geschrieben. Nun, da dieser diskussionsreiche Nachmittag schon ein Weilchen her ist, warf ich am Wochenende einen Blick in den Onlineauftritt sowie die Printausgabe des TV, um einmal zu sehen, ob die in der Sitzung erarbeiteten Verbesserungsvorschläge irgendwo zu erkennen sind. Natürlich erwartete ich keine weltbewegenden Änderungen, zumindest was das Printprodukt anbelangt – große Erwartungen hinsichtlich der Berücksichtigung der Vorschläge wären hier wohl anmaßend. Aber gerade was das Blattkritikblog betrifft, so dachte ich, dass die durch die Studierenden aufgezeigten Probleme behoben sein könnten. Doch das Fazit ist ernüchternd. Keinerlei Besserungen des Blattkritikblogs. Noch immer dient es primär der Themenpräsentation für die Ausgabe des kommenden Tages. Noch immer bleiben Aufforderungen und Fragen zur Generierung von Leser-Feedback zu allgemein. Und noch immer ist diese Möglichkeit der Rückkopplung zwischen Leser und Redaktion weitestgehend ungenutzt, wie nur unschwer an der Anzahl der Kommentare zu erkennen ist. Gut, möglicherweise wollen oder können viele Leser diese unmittelbare Verbindung zur Redaktion des Trierischen Volksfreunds einfach nicht nutzen, ungeachtet dessen sollte das Blattkritikblog dennoch zu dem Zwecke ausgerichtet sein, den es gemäß seines Titels anstrebt: Gewinnung von Kritik, Feedback und Anregungen aus der Leserschaft.
Halten wir also fest: Es gibt weiterhin Anlass für Seminarsitzungen in denen Theorie und Praxis, Wissenschaft und Journalismus zusammenkommen, um aktuelle Defizite und Verbesserungsvorschläge zu erörtern. Auf ein Neues im kommenden Semester?

Auch dieser Beitrag wurde von mir im Weblog der Trierer Medienwissenschaft veröffentlicht.

Donnerstag, 12. Juli 2007

Ulle, der "rasende" Reporter?

Es wurde wie die Kuh durch’s Dorf getrieben, das Interview mit Jan Ullrich in der französischen Sportzeitschrift L’Equipe vom vergangenen Dienstag. Den ganzen Tag über wurde daraus zitiert: Angefangen beim ARD-Morgenmagazin, über Hörfunk, bis hin zu den Spätausgaben diverser Fernsehnachrichten. Doch sind die schweren Vorwürfe Ullrichs gegenüber seinen ehemaligen Kollegen Erik Zabel und Jens Rolf Aldag jemals in dieser Form von ihm geäußert worden? Wenn man der Stellungnahme Jan Ullrichs auf seiner Homepage Glauben schenken mag, dann muss dies bezweifelt werden. Grund: Ein Übersetzungsfehler. „Leider ist bei der Übersetzung ins französische eines meiner Zitate falsch ausgelegt worden“, schreibt der Tour de France-Gewinner aus dem Jahr 1997. So habe er nicht gesagt, dass er niemandem etwas schuldig sei und genug Geld habe, um gut bis ans Ende seiner Tage Leben zu können, sondern lediglich seine Unabhängigkeit von Sponsoren, Medien und Verbänden geäußert. Von Geld oder dass er genug davon habe, wäre nie die Rede gewesen.
So weit, so gut. Nichts neues, diese verwirrenden Stellungnahmen in Zeiten von 'Geständnisflut' und Doping-Verdächtigungen. Auch nicht neu sind Jan Ullrichs Bekundungen einer beabsichtigten ausführlichen Stellungnahme zum 'Doping-Eklat' im Radsport. Und wenn er während den langen Liveübertragungen der Tour de France, die er inzwischen von der Couch verfolgt – ist ja auch um einiges gemütlicher, als im Sattel sitzend und im Wiegeschritt tretend –, noch Zeit für andere Dinge findet, dann kann er dieser Bekundung sehr bald Folge leisten. Wie? Ganz einfach. Er muss lediglich zum Telefonhörer greifen, die Nummer der Sportredaktion der Frankfurter Rundschau wählen und das exklusive Jobangebot der FR annehmen. Nicht nur, dass er damit ein Medium gefunden hätte, welches seine Meinung unverfälscht abdrucken würde, eventuell könnte er so auch langfristig im Journalismus als "rasender" Reporter, wobei rasen ja nie so seine Stärke war, Fuß fassen, und mittels der getippten Zeilen Geld verdienen. Denn, so haben wir in seiner Stellungnahme ja gelernt, von genug Geld war nicht die Rede.

Der Beitrag wurde von mir auch im Weblog der Trierer Medienwissenschaft veröffentlicht.

Mittwoch, 4. Juli 2007

Weiterhin Status quo

Jahresbilanz des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger

Seit Beginn dieses Semesters bilden "Wege aus der Zeitungskrise" den Gegenstand des gleichnamigen medienwissenschaftlichen Proseminars unter Leitung von Dr. Christof Barth. Dass sich allen Lösungsansätzen – wie sie auch im Proseminar Thema waren – zum Trotz die Lage auf dem Zeitungsmarkt weiterhin nicht entspannt, konstatierte nun die Jahresbilanz der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDVZ). Neben dem anhaltenden Trend der sinkenden Auflage aller deutscher Zeitungen (rund zwei Prozent im vergangenen Jahr) beklagen die Verleger auch weiterhin die Konkurrenz des Internets.

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Sonntag, 24. Juni 2007

Von virtuellen Handtüchern und Artikelklau

Dreistigkeiten im Weblog der Trierer Medienwissenschaft

Der Weblog des Faches Medienwissenschaft der Universität Trier kann sich über zu wenig Aktivitäten nicht beschweren. Nahezu im Stundentakt gehen neue Beiträge online, was nicht zuletzt auf die Zahl der Studenten zurückzuführen ist, die im Rahmen ihrer Seminare zum Zwecke des Scheinerwerbes eine bestimmte Menge an Postings und Kommentaren verfassen müssen. Die dahintersteckende Idee, die Studierenden des Faches sollen sich mit aktuellen Entwicklungen in einzelnen Sparten der Medienbranche aktiv auseinandersetzten und Neuigkeiten recherchieren, ist sicherlich einleuchtend. Doch was sich die letzten Wochen dort so an Dreistigkeiten häuft, weicht von der ursprünglichen Intention ab.
Bereits vor drei Wochen habe ich auf virtuelle Handtücher hingewiesen, die auf einzelne Themen gelegt werden. Vor ein paar Tagen dann wurde die vermeintliche Neuigkeit verkündet, die »Süddeutsche Zeitung« bekäme nun endlich ihr eigenes Fernsehmagazin. Dabei verfügt sie längst über dieses und weitet es nur auf einen zweiten Sender aus. Schnell wurde in den Kommentaren angemerkt, dass hieran zu erkennen sei, „wie viel (oder wenig) Wert das Abtippen einer Pressemitteilung hat“. Heute Vormittag durfte ein weiterer Höhepunkt – oder sollte man eher von Tiefpunkt sprechen – beobachtet werden. Hinter dem Posting »Letzte Sendung von Christiansen« verbirgt sich eins zu eins ein Beitrag des »Deutschlandradios Kultur«, ohne dabei auch nur ansatzweise auf diesen zu verweisen.
Angesichts von Platzhaltern, abgetippter Pressemeldungen und mittels copy-and-paste erstellter Beiträge bleibt schlussendlich nur das Kopfschütteln sowie die Hoffnung auf Besserung.

Dienstag, 5. Juni 2007

Theorie trifft Praxis - Proseminar mal anders

Lang war's, viel war's, aber interessant eben auch! Die Rede ist von der heutigen Sitzung des medienwissenschaftliches Proseminars "Wege aus der Zeitungskrise" unter Leitung von Dr. Christof Barth. Dort stand heute eine Doppelsitzung zum Thema "Zukunft der Zeitung" auf der Agenda, bei der auch die Volontäre des Trierischen Volksfreundes zugegen waren. Nicht nur die einzelnen Referatsthemen waren durch Analysen des crossmedialen Angebots sowie der Bedeutung der Volksfreundweblogs für die regionale Kommunikation und das Printprodukt sehr praxisorientiert, auch die Diskussionen, wenn man so will "Theorie vs. Praxis", waren sehr erhellend. Und aus meiner Sicht als Referent muss ich festhalten, dass es richtig Spaß machte, die Inhalte des Referates zur oben angesprochenen Weblogthematik nicht ausschließlich den Seminarteilnehmern näher zu bringen, sondern ausgemachte Chancen und Defizite auch den "Kennern der Praxis" aufzuzeigen und anschließend in die Diskussion zu implementieren.
Das Fazit zu dieser Form der Konzeption einer Seminarsitzung lautet demnach: Immer wieder gerne! Für alle die in der Sitzung dabei waren, kann ich abschließend noch auf einen Blogbeitrag von Steffen Büffel verweisen, der meiner Meinung nach eine gute Ergänzung zur Seminarsdiskussion darstellt.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Die neue Frankfurter Rundschau

Eine erste Manöverkritik.

Nach langen Wochen der Ankündigung ist es heute also so weit, der Formatwandel der Frankfurter Runschau ist vollzogen und die FR erscheint ab sofort im Tabloid-Format. Auch mich zog es, wie vermutlich viele andere, schon in aller Frühe zum nächstgelegenen Kiosk, um dort die "Tabloid-FR" für 1,40€ käuflich zu erwerben. Wieder Zuhause angekommen, kann nach einem ersten Layout- und Leseeindruck Folgendes festgehalten werden:
Zunächst einmal ist das deutlich schlankere Tabloid-Format - wer hätte es gedacht - absolut "frühstückstischfreundlich". So konnte ich Kaffetasse, Teller, Brotkörbchen, Nuss-Nougat-Creme und Laptop problemlos rund um die aufgeschlagene Zeitung stellen. Leider aber muss auf die, wie bereits im Vorfeld der Formatumstellung immer wieder kritisch angemerkt, klassische Buchstruktur verzichtet werden. Gerade mal in zwei drei Teile kann die neue FR zerlegt werden: In Wirtschaft samt Sport und Politik samt Feuilleton sowie den Lokalteil "Rhein-Mein". Was die Titelseite angeht, so lässt sich über den monothematischen Aufmacher sicherlich streiten. Schwerwiegender erscheint mir allerdings, dass die Anriss- beziehungsweise Infoleiste unten auf der Seite platziert ist und so an Auffälligkeit einbüßt. Am oberen Rand findet sich zwar auch ein thematischer Hinweis, der im Gesamteindruck der Titelseite aber eher marginal und wenig kraftvoll wirkt. Daher wäre es meiner Meinung nach zu begrüßen, würde die Anrissleiste nach oben auf die Seite gezogen, um damit nicht zuletzt auch den Zeitungskopf insgesamt zu stärken, da auch die Schriftgröße des Titels "Frankfurter Rundschau" im Kontext der Seite noch etwas schmächtig erscheint.
Im inneren des Blattes ist es vor allem ein Problem, das sich nach dem ersten Durchblättern schnell auftut: das Platzproblem. Ein kleineres Format bedeutet konsequenterweise auch kleinere Seiten. Um den damit verbundenen Schwierigkeiten Herr werden zu können, gehen die Blattmacher mit den Artikeln häufig über zwei Seiten hinweg. Jedoch bei einseitig konzipierten Rubriken wie beispielsweise der Medienseite ist dieser Problemlösungsansatz nicht gegeben. Und so finden sich in der heutigen Ausgabe unter dem Schlagwort "Medien" lediglich zwei größere Artikel. Nicht nur wegen des Vergleiches mit der Konkurrenz SZ und FAZ bleibt zu hoffen, dass da noch Steigerungspotential nach oben vorhanden ist.
Trotz der kritischen Anmerkungen gefällt mir die neue Frankfurter Rundschau alles in allem doch recht gut, ja sogar sehr gut, sollte die ein oder andere kleine Schwäche noch ausgemertzt werden. Und wer weiß, vielleicht wechsele ich dann ja auch als Abonnent demnächst zum Tabloid-Format aus der Mainmetropole.

Montag, 14. Mai 2007

Gedanke(n) zum Tage

Jugendwahn der ARD: Oliver Pocher und das Erste, ob das gut geht?

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Die Sportzeitung

Seit 6. November gibt es nun auch in Deutschland eine täglich erscheinende überregionale Zeitung, die sich außschließlich und allein dem Thema Sport widmet. Auf Die Sportzeitung - so der Name des Blattes - wurde ich im Forum der StudiVZ-Gruppe Journalismus aufmerksam. Dort ist zu lesen, dass die bislang einzige überregionale Sporttageszeitung im DSV Deutscher Sportverlag erscheint und in Kooperation mit der Lufthansa herausgegeben wird: Die Sportzeitung wird wochentags ab 5.30 Uhr am Gate und in der Lounge von Hamburg bis München erhältlich sein. Unter dem Motto ‚Sports meets business’ wendet sich die Zeitung an die Zielgruppe der Vielflieger. Mit einer wöchentlichen Auflage von zunächst bis zu 65.000 Exemplaren wird Lufthansa das einzigartige Produkt im angesagten Tabloid Format mit einem Umfang von 24 bis 32 Seiten als festen Bestandteil der Bordlektüre etablieren.
Leider geht weder aus dem Beitrag im StudiVZ noch aus dem Onlineauftritt der Zeitung hervor, ob das Blatt in absehbarer Zeit auch am Kiosk zu kaufen sein wird. Die tagesaktuelle Ausgabe kann aber immer auf der Homepage gelesen werden - schaut mal vorbei, es lohnt sich, denn die Digitalisierung der Printausgabe ist sehr gut realisiert, wie ich finde.

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Danke für den Tipp, aber das ist natürlich...
Richie (Gast) - 10. Jan, 14:42
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0700fabsen00 - 10. Jan, 03:15
Schöne Entdeckung,...
Schöne Entdeckung, werde ich mir gleich näher...
Katz (Gast) - 7. Jan, 10:57
Surprise, surprise!
Ja ja, ich weiß: es geschehen noch Zeichen und...
Richie_84 - 5. Jan, 21:40

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